
Der 1946 in Prag geborene David Slama zählt heute zu den bedeutendsten Kameramännern des deutschsprachigen Films. 1968 kam er nach Berlin, wo er unter Peter Stein und Michael Ballhaus an der Deutschen Filmakademie studierte. Später holte ihn Ballhaus, mit dem Slama eine enge Freundschaft verbindet, in sein Kamerateam bei Hollywood-Produktionen wie „Die letzte Versuchung Christi“ und „Gangs of New York“. 1973 übernahm er die Kamera bei Wolf Gremms frühem Spielfilm „Ich dachte ich wär tot“. 1978 begann mit dem Ruhrpott-Roadmovie „Die Abfahrer“ seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Regisseur Adolf Winkelmann. Dem Überraschungserfolg folgte 1981 das bei Publikum und Kritik gleichermaßen beliebte Porträt eines erfindungsreichen Aussteigers in „Jede Menge Kohle“. Für seine ungewöhnliche CinemaScope-Fotografie erhielt Slama 1981 den Bundesfilmpreis. Für ein weiteres Projekt mit Winkelmann, den TV-Thriller „Der Letzte Kurier“ 1996 , erhält er 1997 den Adolf Grimme Preis in Gold und den Deutschen Kamerapreis (Lobende Erwähnung). Eine Rückkehr zum großen Kino markiert die 18-Millionen-Euro-Produktion „Der Herr der Diebe“ (Regie: Richard Claus), die 2006 erfolgreich gestartet wurde. Auch der österreichische Horrorfilm „In drei Tagen bist du tot“ (2006, Regie: Andreas Prochaska) fand ein großes Publikum. Mit Adolf Winkelmann arbeitete David Slama erneut bei „Contergan“ (2007) zusammen, mit Prochaska komplettierte er die Mini-Serie „Zodiak“. Im Juni 2007 wurde David Slama in Köln mit dem Deutschen Kamerapreis für sein Lebenswerk geehrt. Im Jahr 2008 führte das zweiteilige Umweltdrama „Geheimnis der Wale“ von teamWorx David Slama zum ersten Mal mit Philipp Kadelbach zusammen. Ihre gemeinsame Arbeit setzen sie nun in 2009 bei „Hindenburg“ fort. Im Frühling 2010 „Die Spuren des Bösen“ ZDF/ORF mit Heino Ferch in der Hauptrolle. Sommer und Herbst 2010 der Zweiteiler „Vermisst“ Sat1/ORF mit Richy Müller in der Hauptrolle, beide Projekte unter der Regie von Andreas Prochaska. 2011 der ZDF Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ Drehbuch Stefan Kolditz, Regie Philipp Kadelbach.
Stand: September 2011
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