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2009 Bester Schauspieler Hauptrolle:Matthias Schweighöfer für Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben

Matthias Schweighöfer

Matthias Schweighöfer, 1981 in Anklam in Mecklenburg-Vorpommern geboren, zählt auch international zu den bekanntesten deutschen Stars. Als Sohn des Schauspieler-Ehepaars Gitta und Michael Schweighöfer schnupperte er früh Theaterluft und stand schon bald mit dem Schultheater seines Chemnitzer Gymnasiums auf der Bühne. Sein TV-Debüt feierte er in Andreas Dresens Fernsehfilm "Raus aus der Haut" (1997). In kürzester Zeit folgten Auftritte in herausragenden Fernsehfilmen wie u.a. seine Darstellung des Schülers Ben in "Verbotenes Verlangen" (2000, Regie: Zoltan Spirandelli) für die er den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises erhielt. Es folgte die märchenhafte 'romantic comedy' "Küss mich Frosch" (2000, Regie Dagmar Hirtz), die für den Emmy nominiert wurde. Eine weitere romantische Komödie, "Herz im Kopf" (2002), führte ihn mit dem Regisseur und Autor Michael Gutmann zusammen, der auch das Drehbuch zu "Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben" schrieb.

Für seine Darstellerleistung in Dominik Grafs Regiearbeit "Die Freunde der Freunde" (2002) wurde Matthias Schweighöfer mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Für diese Rolle und die Verkörperung des Ben in der Verfilmung von Benjamin von Stuckrad-Barress "Soloalbum" (2003, Regie: Gregor Schnitzler) erhielt er zudem die Goldene Kamera als bester Nachwuchsschauspieler. Bei der neuerlichen Zusammenarbeit mit Dominik Graf in "Kalter Frühling" (2004) brillierte er an der Seite von Jessica Schwarz, wofür er mit dem Spezialpreis des Filmfestes Baden-Baden ausgezeichnet wurde.

Seine Vielseitigkeit zeigte Schweighöfer auch in den Theaterverfilmungen "Hamlet X" (2003, Regie: Herbert Fritsch) und Uwe Jansons Adaption des Brecht-Stückes "Baal" (2004). 2005 war er in Martin Weinharts Hommage an Friedrich Schiller anlässlich des 200. Todestages des Dichters in der Titelrolle zu sehen, danach stand er abermals mit Jessica Schwarz vor der Kamera: zum einen in dem Kinodrama "Kammerflimmern" (2005, Regie: Hendrik Hölzemann), zum anderen in der Wedekind-Adaption "Lulu" (2006, Regie: Uwe Janson). Zu einem furiosen, vielgelobten Verwandlungsakt geriet seine Verkörperung des Kommunarden Rainer Langhans im Uschi-Obermaier-Biopic "Das wilde Leben" (2007, Regie: Achim Bornhak). Im selben Jahr wurde er für seine künstlerische Arbeit als bester deutscher Schauspieler mit dem Bambi geehrt.

Im Kino der letzten Jahre schließlich war und ist Matthias Schweighöfer gar nicht mehr zu übersehen: In Til Schweigers Kinoerfolg "Keinohrhasen" (2007) brillierte er als Paparazzo-Fotograf Moritz, bevor er schließlich in einer der aufwändigsten deutschen Kinoproduktionen überhaupt, dem Fliegerdrama "Der rote Baron", unter der Regie von Nikolai Müllerschoen seine Kreise über die ganz große Leinwand zog.

An der Seite von Tom Cruise wirkte er außerdem im historischen Drama "Operation Walküre" (Regie: Bryan Singer) über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit, genauso wie im Kinofilm "Der Architekt" (Regie: Ina Weisse). Beide Filme hatten Anfang 2009 ihre Kinopremiere.

Im Sommer startet der Störtebeker-Film "Zwölf Meter ohne Kopf" (Regie: Sven Taddicken). Darin spielt Schweighöfer den Seeräuber Gödeke Michels, der zusammen mit Klaus Störtebeker Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts die Nordsee unsicher machte. Zudem stand er Anfang dieses Jahres für die internationale Kinoproduktion "Friendship" vor der Kamera.

 
 
   
 
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