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Lichter, Horst

Horst Lichter (Foto:ZDF)

Horst Lichter geboren am 15. Januar 1962 in Nettersheim in der Eifel, begann mit 14 eine dreijährige Ausbildung zum Koch in Bergheim im Hotel und Restaurant „Alte Post“. Da-nach arbeitete er in einem Ausflugslokal, anschließend in Pulheim im Restaurant „Am Ka-min“ und zwei Jahre in Köln im „Jan von Werth“. Aus finanziellen Gründen ließ er sich um-schulen und begann eine Tätigkeit in einer Fabrik der Rhein/Braunkohle.

Mit 25 Jahren bekam er einen Gehirnschlag, war linksseitig gelähmt und litt unter Sprach-störungen. In der sich anschließenden Reha hatte er die Idee zur „Oldiethek“. Er träumte von einem Ort, an dem sich alles befindet, was Horst Lichter sich wünscht und liebt: alte Autos, Motorräder, Kitsch, Antiquitäten, Trödel, und natürlich lecker Essen und Trinken – ein Ort der Geselligkeit! Doch zunächst arbeitete er weiter in der Fabrik, bis ihn mit 27 Jah-ren der zweite Hirnschlag und ein Herzinfarkt ereilt.

Jetzt wurde es für ihn endgültig Zeit, sein Leben zu verändern: Im September 1989 miete-te er den vorderen Teil einer alten Halle im rheinischen Rommerskirchen-Butzheim an. Keinen Putz an den Wänden, Lehmboden, keinen Strom und kein fließendes Wasser, - aber der berühmte Ofen stand schon drin. Er renovierte alles in Eigenleistung und konnte am 28. Januar 1990 den Club für Freunde und Bekannte eröffnen. Horst Lichter arbeitete parallel noch vier Jahre in der Fabrik. Immer mehr fand er seine Liebe zum erlernten Beruf wieder. Seine Maxime: Kochen mit Zutaten aus der Region, unorthodoxe Zusammenstel-lungen, frei von Konventionen – es sollte einfach nur gut schmecken.

1995 wurde der Club offiziell zum Restaurant „Oldiethek“. Toiletten wurden eingebaut und Horst Lichter kaufte die komplette Halle. Seitdem hat er sein gesamtes Geld in das Unternehmen gesteckt und das Lokal in Eigenleistung immer wieder verändert und ausgebaut. Geldnot gebar den unverwechselbaren Charme: Gäste brachten Geschirr, Besteck oder Tischdecken als Geschenk mit. Bis heute hat sich dieses kunterbunte Sammelsurium erhalten. Es war nie Geld für Werbung da. Das Lokal wurde aber durch Mund-zu-Mund-Propaganda immer bekannter.

Im September 1999 begann die Zusammenarbeit mit dem WDR, NRW am Mittag. Sein Kochtipp wurde schnell von 2-3 Min. auf 4-8 Min. verlängert, weil Lichter so originell er-zählen konnte.
Ab Mai 2002 folgten Lichter’s Schoten und Schätzchen im WDR.

Seit März 2004 steht Horst Lichter auch auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Im Neus-ser Landestheater spielt er regelmäßig Soloprogramme vor ausverkauftem Haus. Am e-hesten lässt sich Lichters Bühnenshow als „Comedy-Cooking“ bezeichnen.

Am 9.12.2005 kocht Lichter zum ersten Mal in der ZDF-Sendung „Johannes B. Kerner“. Seitdem gehört er zum festen Koch-Ensemble des beliebten ZDF-Formats. Im Dezember 2006 startet das ZDF sehr erfolgreich mit „Lafer!Lichter!Lecker!“ eine neue Kochshow, in der die beiden Titel-Protagonisten mit jeweils zwei Prominenten kochen.

Bisherige Veröffentlichungen:
„Genießen erlaubt“
„Mit Genuss durchs Jahr“
„Großmutters geheime Rezepte – Aufgedeckt und aufgetischt von Horst Lichter“
 „Lafer!Lichter!Lecker! – Die etwas andere Kochschule“

Quelle: Pütz Kommunikation, Hürth

(Stand: September 2007)

 
 
   
 
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