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DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS / Newsletter 3/2006 DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS (DFP) informiert in seinem dritten Newsletter über die Nominierung 2006. Die Themen im Einzelnen:
Themen § Fernsehjahr 2006: Fußball-WM, TV-Events und herausragende Einzelleistungen§ Sport: Die großen Vier und ihre Studiomannschaften§ Fernsehfilm, Serien, Sitcom: Zeitgeschichte und Multikulti-Milieus§ Unterhaltung und Comedy: Männerdomäne zwischen Show und Kabarett§ Information, Dokumentation, Reportage: Starke Moderatorinnen und aktuelles Zeitgeschehen§ Statistik zu den Nominierungen / Service-pdf § Nominierte zu Gast im Fernsehmuseum Berlin§ Die Jury: Entscheidungen fallen am Tag der Preisverleihung § Köhler kommt: Der Bundespräsident übergibt den Ehrenpreis der Stifter an Friedrich Nowottny§ Jörg Pilawa moderiert im Ersten die Gala zum DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2006 Die Nominierungen zum DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2006 Am Donnerstag, dem 21. September 2006, wurden im Rahmen einer Pressekonferenz im Fernsehmuseum Berlin die Nominierungen des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES 2006 bekannt gegeben. Die Juryvorsitzenden Klaudia Wick (freie Journalistin und Autorin) und Thomas Schadt (Regisseur, Filmemacher und künstlerischer Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg) präsentierten die nominierten Sendungen und Personen. „Wer das zurückliegende Fernsehjahr ausschließlich wegen seiner Events in Erinnerung behält, hat nur die Hälfte gesehen. Hinter den prächtig in Szene gesetzten ‚Leuchtturm’-Produktionen der Sender - von „Dresden“ bis zur „Fußball-WM“ - musste sich der Programmalltag nicht verstecken: Die Jury des DEUTSCHEN FERNSEHPREISES fand auch hier viele herausragende Einzelleistungen, die sich mit den ‚großen’ Produktionen durchaus messen können“, so die Juryvorsitzende Klaudia Wick über das Programmjahr. Eine vollständige Übersicht der Nominierungen in 21 Kategorien erhalten Sie im Anhang. Lesen Sie im Folgenden die Jurybegründungen in den Programmbereichen Sport – Fiktion – Unterhaltung – und Information.
Sport: Die großen Vier und ihre Studiomannschaften Kein zweites Ereignis prägte das Jahr und sein Fernsehen mehr als die Fußball-Weltmeisterschaft. Die WM 2006 versetzte die Deutschen in Hochstimmung und veränderte den internationalen Blick auf unser Land. Fußballspiele, die an Spannung kaum zu überbieten waren, WM-Partys und Fanfeste machten die WM-Wochen zu einem ungeahnten Gemeinschaftserlebnis. Die Sender taten ihr Möglichstes, um mit ihren WM-Studios, Eventbühnen, den Moderatoren, Kommentatoren und Experten die Ereignisse auf den Schirm zu bringen. Die Nominierung trägt diesem sportlichen Ausnahmejahr Rechnung, indem sie in der Kategorie „Beste Sportsendung“ die vier wichtigsten Sender und ihre Studiomannschaften gegeneinander antreten lässt: Die ARD mit Gerhard Delling und Günter Netzer, das ZDF mit Jürgen Klopp, Urs Meier und Johannes B. Kerner. RTL mit Günther Jauch und Rudi Völler, Premiere mit Marcel Reif und Stefan Effenberg.
Fiktion: Fernsehfilm, Serien, Sitcom: Zeitgeschichte und Multikulti-Milieus Mit „Dresden“ (ZDF), „Die Luftbrücke“ (Sat.1), „Die Nachrichten“ (ZDF), „Der Mann im Strom“ (ARD) sowie die ProSieben-Komödie „Meine verrückte türkische Hochzeit“ treten in der Kategorie „Bester Fernsehfilm /Mehrteiler“ in diesem Jahr fünf nominierte Produktionen gegeneinander an. Mit dieser Aufstellung würdigt die Jury die inszenierten Event-Mehrteiler des Jahres und stellt sie in den Wettbewerb mit den zahlreichen herausragenden Einzelstücken und macht damit auf die ganze Bandbreite der exzellenten Fernsehfilme aufmerksam. Matti Geschonneck tritt in „Beste Regie“ mit gleich zwei Filmen an: „Die Nachrichten“ (ZDF) und „Silberhochzeit“ (ARD) gemeinsam mit Roland Suso Richter für „Dresden“ (ZDF) und Kai Wessel für „Bella Block: Die Frau des Teppichlegers“ (ZDF). Als „Beste Schauspieler in einer Hauptrolle“ treten bei den Frauen Iris Berben, Christiane Hörbiger und Dagmar Manzel gegeneinander an, während bei den Männern Jan Fedder, Herbert Knaup und Harald Schrott konkurrieren. Zeitgeschichte bleibt einer der wichtigsten Trends, so die Vorsitzende Klaudia Wick zum Programmjahr 2006. In Events und Dokumentationen (Dresden, Die Luftbrücke, Sturmflut, Die Nacht der großen Flut, Unsere 50er Jahre etc.), aber auch in der Unterhaltung (s. Retro-Shows) liefert die Frage, „Wie wir wurden, was wir sind“ nach wie vor die produktivsten Stoffideen. Auffallend sei darüber hinaus: Fernsehfilm, Serie und Sitcom reflektieren die gesellschaftliche Debatte um kulturelle Differenz und Integration und setzen einen Akzent mit unterhaltsamen Multikulti-Stoffen wie („Meine verrückte türkische Hochzeit“), Sitcom („Alle lieben Jimmy“) und Serie („Türkisch für Anfänger“). Als „Beste Serie“ gehen so ins Rennen: „Türkisch für Anfänger“ (ARD) zusammen mit „Die Familienanwältin“ (RTL) und „Freunde für immer – Das Leben ist rund“ (Sat.1). Die Jury habe sich, so Klaudia Wick, in der Serie auf drei Formate geeinigt, die neue Farben gewagt haben, auch wenn dies nicht vom Start weg mit hoher Zuschauerakzeptanz belohnt wurde. Man wolle die Sender ermutigen, an ihre Serienentwicklungen zu glauben. Als „Beste Schauspieler Serie“ werden die Schauspieler bzw. Ensembles der genannten Serien gelobt, da die Qualität der Serien großenteils in Verbindung mit ihren starken Schauspielern entstehen. Die starke Personalisierung gilt umso mehr für die Kategorie „Beste Sitcom“: Hier nominierte die Jury erneut „Stromberg“ (ProSieben) mit Christoph Maria Herbst und vergleicht ihn mit „Pastewka“ (Sat.1) mit Bastian Pastewka und „Alle lieben Jimmy“ (RTL) mit Eralp Hüseyin Uzun. Insgesamt sah die Jury in der Unterhaltung in diesem Fußball- und Event-Jahr kaum Experimente. Zahlreiche Format- und Stoff-Adaptionen prägen das Programm - von „Meine verrückte türkische Hochzeit“ in der Fiktion, „Stromberg“, „Pastewka“ bei der Sitcom bis hin zu „Wer wird Millionär“, „Let’s Dance“, „DSDS“ oder „Popstars“. In der kreativen Umsetzung der internationalen Formatvorlagen, im intelligenten Spiel mit den Vorbildern sieht die Jury aber immer wieder eigenständige Ausnahmeleistungen. Unterhaltung und Comedy: Männerdomäne zwischen Show und Kabarett Während die erste Generation der Comedians wie Herbst und Pastewka inzwischen mit eigenen Sitcoms auf Sendung sind, so zeigen sich neuere Gesichter in der Comedy mit Bühnenprogrammen und Stand Ups: So nominiert die Jury in der „Besten Comedy“ drei ‚Alleinunterhalter’: Mario Barth mit „Mario Barth Live! Männer sind Schweine – Frauen aber auch!“, Kurt Krömer, mit „Bei Krömers“ und Urban Priol mit „alles muss raus“, der den Mix von Kabarett und Comedy zur seiner Sache macht. Die Mischung von Politik und Unterhaltung, Show und Kabarett lobt die Jury denn auch mit einer erneuten Nominierung für „Scheibenwischer – Die GALA: Jahresrückblick 2005“ (ARD) mit Bruno Jonas, Georg Schramm und Mathias Richling. Für „Beste Unterhaltung“ und „Beste Moderation Unterhaltung“ nominiert die Jury darüber hinaus zweimal Hape Kerkeling für „Let’s Dance“ (RTL) gemeinsam mit Nazan Eckes, und „Wer wird Millionär? Prominentenspecial zur WM 2006“ (RTL) gemeinsam mit Günther Jauch. Nicht nur die Unterhaltung, sondern auch die Fußball-WM zeigte sich in diesem Jahr mit aufwändigen Bühnenbildern. Und so würdigt die Jury in einer einmaligen Kategorie „Beste Ausstattung“ die Leistung in Bühnenbild und Studiodesign. Jürgen Haßler, Jürgen Schmidt-André und Florian Wieder schufen vor allem in diesem Jahr herausragende Show- und Studiowelten, auf die die Jury besondere Aufmerksamkeit lenken möchte. Information, Dokumentation, Reportage: Starke Moderatorinnen und aktuelles Zeitgeschehen Dominieren die Männer die Unterhaltung, so beherrschen die Frauen die Information: Die Nominierungen für die „Beste Moderation Information“ gehen allesamt an Frauen - hier treten Susanne Kronzucker für das RTL Nachtjournal, Kay-Sölve Richter für „heute im ZDF-Morgenmagazin“ und Anne Will für die „Tagesthemen“ an. Als „Beste Informationssendung“ werden in diesem Jahr die Politmagazine „Monitor“ (ARD) und „Frontal 21“ (ZDF) sowie die Sondersendung zum Nahostkonflikt vom 24. Juli 2006 „ZDF spezial: Krieg ohne Ende“ nominiert. Verlässlich in der Analyse, notwendig in der Kritik: Hier läuft das Regelfernsehen zur Hochform auf, hier bewähren sich die klassischen Politmagazine und sorgfältig gemachte Sondersendungen. Eine exzellent inszenierte Wissenschaftsdokumentation („Expedition ins Gehirn“), ein Dokudrama zur Hamburger Flutkatastrophe („Die Nacht der großen Flut“), ein Lehrstück an Zeit- und Wirtschaftsgeschichte („Weltmarktführer“): die Nominierung für die „Beste Dokumentation“ zeige einmal mehr den enormen Formenreichtum des dokumentarischen Arbeitens im deutschen Fernsehen, so der stellvertretende Juryvorsitzende Thomas Schadt. Internationaler Terrorismus, Firmenübernahmen und Schule: Mit „‚Ich bin Al Kaida’ – Das Leben des Zacarias Moussaoui“, „Und du bist raus“ und „S.O.S. Schule – Hilferufe aus dem Klassenzimmer“ nominiert die Jury in der Kategorie „Beste Reportage“ herausragende Stücke, die sich mit den wichtigen Themen unserer Gegenwart befassen. Statistik zu den Nominierungen Im Vergleich der 9 Werkkategorien führt die ARD mit 8 Nominierungen, das ZDF folgt mit 7, RTL mit 6, Sat.1 mit 3, ProSieben und die Dritten mit jeweils 2 Nennungen, Premiere sowie 3sat mit jeweils einer Nennung. Zählt man die nominierten Personen und Einzelleistungen hinzu, so gehen insgesamt 24 Nennungen ans ZDF, 21 an die ARD, 10 an RTL, je 5 an Sat.1 und ProSieben, 2 an die Dritten und jeweils eine Nennung an 3sat und Premiere.Siehe dazu auch im Anhang „Statistik“. Den Nennungen nach liegen mit jeweils vier Nominierungen vorne: „Dresden“ – neben dem „Besten Fernsehfilm“ auch für „Beste Regie“, „Beste Kamera“ und „Beste Ausstattung“ genannt, „Die Nachrichten“ - neben dem „Besten Fernsehfilm“ auch für „Beste Regie“, „Beste Schauspielerin Hauptrolle“ und „Bester Schauspieler Nebenrolle“ nominiert, „Meine verrückte türkische Hochzeit“ - neben dem „Besten Fernsehfilm“ auch für das „Beste Buch“, die „Beste Kamera“ und den „Besten Schnitt“ nominiert, sowie „Bella Block: Die Frau des Teppichlegers“, die für die „Beste Regie“, die „Beste Nebendarstellerin“, sowie für die „Beste Kamera“ und den „Besten Schnitt“ genannt ist. Siehe dazu auch im Anhang „Mehrfachnennungen“. Gäste der Nominierungs-Pressekonferenz Neben den anwesenden Journalisten und Fotografen kamen bei der Pressekonferenz mit anschließendem Brunch ins Berliner Fernsehmuseum am Potsdamer Platz: Dagmar Manzel und Harald Schrott – beide nominiert für die Beste Hauptrolle Fernsehfilm, Anja Antonowicz – nominiert für die Beste Nebenrolle in „Bella Block: Die Frau des Teppichlegers“ (ZDF), das Ensemble von „Türkisch für Anfänger“ – Anna Stieblich, Adnan Maral, Josefine Preuß, Elyas M'Barek, Pegah Ferydoni und Axel Schreiber. Kai Ivo Baulitz aus dem Ensemble der Sat.1-Fußballer-Serie „Freunde für immer“, Sitcom-Autor Tac Romey war aus Amsterdam nach Berlin gereist, die Autorinnen der Reportage „S.O.S. Schule“, Amai Haukamp und Kathrin Sänger, Dokumentarfilmer Klaus Stern, Autor der New Economy-Saga „Weltmarktführer“, Kameramann Bernhard Jasper sowie Cutter Georg Söring – beide nominiert für ihre Arbeit am Fernsehfilm „Meine verrückte türkische Hochzeit“, Jutta Lieck-Klenke, Produzentin von „Die Nachrichten“, Thomas Stammer, Szenenbildner „Dresden“ et. al.. Darüber hinaus gaben die Puppini Sisters eine a cappella-Kostprobe ihres Gesangs in der Tradition der 20er Jahre. Die drei Britinnen, zur Popkomm zu Gast in Berlin, werden auch in der Fernsehpreis-Gala am 20. Oktober 2006 als Showact zu sehen sein. Fotos unter www.ard-foto.de sowie unter www.deutscherfernsehpreis.de.
Die Jury: Entscheidungen fallen am Tag der Preisverleihung DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird am 20. Oktober 2006 zum achten Mal im Kölner Coloneum verliehen. Erst an diesem Tag entscheidet die Jury, welche der vorausgewählten Programme und TV-Leistungen mit dem DEUTSCHEN FERNSEHPREIS ausgezeichnet werden. Die Mitglieder der diesjährigen Jury für den DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2006 sind: Klaudia Wick (Vorsitzende), Prof. Thomas Schadt (stellvertretender Vorsitzender, Regisseur, Filmemacher und künstlerischer Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg), die Schauspielerin Christiane Paul, die Regisseure Martin Eigler und Volker Weicker, die Moderatorin Sandra Maischberger, der Autor und Filmemacher Alexander Adolph, die Produzenten Markus Brunnemann und Heike Richter-Karst sowie die Journalisten Dieter Anschlag (Funkkorrespondenz) und Marcel Rosenbach (DER SPIEGEL). DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS wird seit 1999 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Köhler kommt: Der Bundespräsident übergibt den Ehrenpreis der Stifter an Friedrich Nowottny Wie Ulrich Deppendorf (Beiratsvorsitzender für die ARD, Fernsehprogrammdirektor WDR) bei der Nominierungspressekonferenz bestätigte, wird der diesjährige Ehrenpreis der Stifter an den Journalisten und ehemaligen WDR-Intendanten Friedrich Nowottny verliehen. Bundespräsident Horst Köhler übergibt die Trophäe für das Lebenswerk des 77-Jährigen am 20. Oktober im Kölner Coloneum. Friedrich Nowottny sagte im stern-Interview mit Christoph Wirtz: „Neuerdings werde ich jetzt dauernd für mein Lebenswerk ausgezeichnet. Im Herbst wird mir der DEUTSCHE FERNSEHPREIS vom Bundespräsidenten überreicht. Also natürlich nur, falls der es sich nicht doch noch anders überlegt.“ ( stern, 21.9.06).
Jörg Pilawa moderiert im Ersten die Gala zum DEUTSCHEN FERNSEHPREIS 2006 Jörg Pilawa übernimmt die Moderation der diesjährigen Gala zum DEUTSCHEN FERNSEHPREIS in Köln, so meldete der WDR am 13.09.2006. Pilawa (41), der 2001 von Sat.1 zur ARD wechselte, moderiert im Vorabendprogramm des Ersten an vier Tagen der Woche „Das Quiz mit Jörg Pilawa“. Für diese Sendung war er im Jahr 2002 für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Im Februar 2006 erhielt er die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Fernsehunterhaltung“. Neben seiner Quizsendung ist er regelmäßig als Gastgeber in der „NDR Talkshow“ sowie in großen Unterhaltungsformaten im Ersten zu sehen. Am 14. Oktober moderiert er eine weitere Ausgabe der erfolgreichen Samstagabendshow „PISA – Der Ländertest“, diesmal mit europäischen Gästen unter dem Motto „PISA – Der große Nationentest“. Jörg Pilawa lebt mit seiner Familie in Hamburg.Die Verleihung zum 8. DEUTSCHEN FERNSEHPREIS mit Jörg Pilawa ist am 20. Oktober 2006 um 20.15 Uhr live im Ersten zu sehen. Die Federführung für die Ausrichtung der Preisverleihung liegt in diesem Jahr beim WDR für die ARD. Kontakt und Informationen: Nathalie Dettke, Gabriele Evertz, Franziska Gutzeit. Ständiges Sekretariat - DER DEUTSCHE FERNSEHPREIS, KölnTel: 0221 454 3030, Fax 0221 454 3039,
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